Der Start in die Fotografie als Beruf oder Nebenjob ist spannend — aber viele Anfänger stehen vor der Frage: „Was kann ich für ein Shooting verlangen?“
Hier findest du eine Orientierung, damit du weder zu niedrig noch zu hoch einsteigst und fair bezahlt wirst.
1. Faktoren, die den Preis beeinflussen
Bevor du einen Betrag festlegst, solltest du diese Punkte bedenken:
Erfahrung & Portfolio:
Als Anfänger ohne großes Portfolio solltest du zunächst niedriger ansetzen, dafür aber trotzdem deine Zeit, dein Equipment und dein Engagement wertschätzen.
Art des Shootings:
Ein Portrait für Freunde kostet weniger als ein aufwendiges Event oder ein Business-Shooting. Je größer der Aufwand (Location, Licht, Nachbearbeitung, Reisekosten), desto höher der Preis.
Region & Markt:
In Großstädten sind die Preise meist höher als auf dem Land, weil die Nachfrage größer und die Lebenshaltungskosten höher sind.
Leistungsumfang:
Wie viele bearbeitete Bilder sind inklusive? Wie lange dauert das Shooting? Werden Abzüge, Alben oder digitale Galerien geliefert?
2. Preisrahmen für Anfänger (Stand 2025, ca.)
Hier ein grober Richtwert für Einsteiger (in Deutschland, für ein ca. 1–2 stündiges Shooting, inkl. einfacher Bearbeitung & 5–10 Bilder):
Freunde & Familie (Portfolio aufbauen):
0 – 50 € (oft kostenlos, dafür kannst du die Bilder für dein Portfolio nutzen)
Erste bezahlte Kunden (Privatpersonen):
50 – 150 € pro Shooting
Hobbyniveau mit gutem Ergebnis:
150 – 300 € pro Shooting
Nebenberuflicher Fotograf mit solider Routine:
300 – 600 € pro Shooting
Wenn du dich schon sicher fühlst, ein gutes Equipment hast und die Bildbearbeitung beherrschst, kannst du dich am oberen Ende orientieren. Wichtig: Diese Zahlen gelten als Richtwert für Portrait-/Lifestyle-/Outdoor-Shootings und können bei Hochzeiten, Business oder Werbung deutlich höher liegen.
3. Tipp: Professionell bleiben
- Sei transparent: Kläre vorab, was im Preis enthalten ist (Dauer, Anzahl der Bilder, Retusche).
- Lass dir einen Vertrag unterschreiben (auch für kostenlose Shootings, Stichwort Nutzungsrechte & Datenschutz).
- Rechne nicht nur die Shooting-Zeit, sondern auch Vorbereitung, Nachbearbeitung und Anfahrt ein.
- Unterschätze deinen Wert nicht — aber sei ehrlich über dein Können.
Fazit
Als Anfänger kannst du ruhig niedrig beginnen, aber arbeite immer an deinem Portfolio und deinen Fähigkeiten. Mit der Zeit, besseren Bildern und mehr Erfahrung kannst (und solltest) du deine Preise steigern. Qualität, Zuverlässigkeit und ein freundlicher Service sind mindestens so wichtig wie der Preis!
Wenn du möchtest, kann ich dir auch einen Muster-Preisrechner, einen Vertragsentwurf oder Tipps für dein erstes Kunden-Gespräch erstellen. Sag Bescheid!