Umsatz im Kunstmarkt weltweit – Zahlen und Trends

Der globale Kunstmarkt umfasst den Handel mit Kunstwerken über Galerien, Auktionshäuser, Kunstmessen, Online‑Plattformen und private Verkäufe. Seine wirtschaftliche Bedeutung wird jährlich u. a. im Art Basel & UBS Global Art Market Report erfasst – eine der anerkanntesten Quellen für Marktstatistik.


Umsatz 2024 – etwa 57,5 Milliarden USD

Im Jahr 2024 erreichte der globale Umsatz im Kunstmarkt geschätzte 57,5 Milliarden US‑Dollar. Das war ein Rückgang von rund 12 % gegenüber dem Vorjahr und markierte die zweite rückläufige Umsatzentwicklung in Folge nach dem starken Post‑Pandemie‑Boom 2021–2022. (Art Basel)

Wichtige Punkte zu 2024

  • Gesamtumsatz: ca. 57,5 Mrd. USD weltweit, nach rückläufiger Entwicklung im Top‑Segment. (Art Basel)
  • Transaktionen: Die Anzahl der Verkäufe stieg um etwa 3 % auf rund 40,5 Millionen Verkäufe – trotz rückläufiger Umsätze, da günstigere Preissegmente wachsen. (Art Basel)
  • Hoher Preisbereich: Verkäufe von Kunstwerken über 10 Mio. USD gingen stark zurück, was den Umsatz besonders beeinflusste. (Art Basel)

Regionale Umsatzverteilung

Der Umsatz im globalen Kunstmarkt ist stark regional geprägt:

USA – größter Kunstmarkt

Mit circa 24,8 Mrd. USD Umsatz entfielen rund 43 % des globalen Gesamtumsatzes auf den US‑Markt – trotz eines Rückgangs von etwa 9 % im Vergleich zu 2023. (Art Basel)

Vereinigtes Königreich – zweitgrößter Markt

Die britische Kunstszene erzielte rund 10,4 Mrd. USD Umsatz und nahm wieder den zweiten Platz weltweit ein (18 % Marktanteil). (Art Basel)

China – drittgrößter Markt

China (inkl. Hongkong) erlebte einen deutlichen Umsatzrückgang von etwa 31 % auf ca. 8,4 Mrd. USD, was den niedrigsten Stand seit 2009 markierte. (Art Basel)

Europa insgesamt

Die EU‑Märkte erzielten zusammen etwa 8,3 Mrd. USD, wobei Frankreich mit rund 4,2 Mrd. USD dominierte und damit der viertgrößte Kunstmarkt weltweit blieb. (Art Basel)


Umsatzentwicklung im Zeitverlauf

Rückgang nach Pandemie‑Boom

  • 2021–2022: Nach Pandemie‑Einbrüchen erholte sich der Kunstmarkt stark.
  • 2023: Der Marktwert sank auf etwa 65 Mrd. USD, ein Rückgang von rund 4 % gegenüber 2022. (theartmarket.artbasel.com)
  • 2024: Weitere Abkühlung auf 57,5 Mrd. USD – geprägt von weniger hohen Preisen im Luxus‑Segment. (Art Basel)

Diese Entwicklung zeigt, wie empfindlich der Kunstmarkt auf wirtschaftliche Unsicherheiten, hohe Zinsen und geopolitische Spannungen reagiert. (Art Basel)


Umsatz nach Marktsegmenten

Der globale Umsatz verteilt sich auf verschiedene Segmente:

Galerien & Händler

  • Händlerumsätze sanken 2024 um etwa 6 %, besonders im mittleren und oberen Segment; kleinere Händler jedoch verzeichneten in einigen Bereichen Umsatzsteigerungen. (Art Basel)

Auktionsmarkt

  • Öffentliche Auktionen gingen im Wert um etwa 25 % zurück; private Auktionen kompensierten einen Teil dieses Rückgangs mit etwa 14 % Umsatzsteigerung. (theartmarket.artbasel.com)

Online‑Verkäufe

  • Online‑Umsätze gingen 2024 ebenfalls zurück (etwa −11 %) auf rund 10,5 Mrd. USD, blieben aber deutlich über dem Niveau vor 2019. (Art Basel)

Umsatztrends und Marktdynamik

Mehr Transaktionen trotz Umsatzrückgang

Die Marktstimmung zeigt eine Diversifizierung des Kaufverhaltens: Günstigere Preissegmente wachsen, während teure Spitzenverkäufe seltener sind. (Art Basel)

Neue Käuferschichten

Ein hoher Anteil der Verkäufe geht an neue Sammler, insbesondere im unteren und mittleren Preisbereich, was langfristig die Marktbreite stärken könnte. (Art Basel)


Kernzahlen auf einen Blick (2024)

Kennzahl Wert
Globaler Umsatz Kunstmarkt ~57,5 Mrd. USD (−12 % vs. 2023) (Art Basel)
Transaktionen gesamt ~40,5 Mio. Verkäufe (+3 %) (Art Basel)
USA Marktanteil ~43 % (Art Basel)
UK Umsatz ~10,4 Mrd. USD (Art Basel)
China Umsatz ~8,4 Mrd. USD (Art Basel)
Online‑Umsatz ~10,5 Mrd. USD (Art Basel)

Fazit

Der weltweite Umsatz im Kunstmarkt 2024 zeigt ein gemischtes Bild:

  • Gesamtumsatz sank erheblich gegenüber 2023, vor allem aufgrund schwächerer Nachfrage im High‑End‑Segment. (Art Basel)
  • Mehr Transaktionen auf breiter Basis deuten aber auf eine stabile Aktivität im unteren und mittleren Marktbereich hin. (Art Basel)
  • Die USA bleiben dominierend, gefolgt von UK, China und den europäischen Märkten. (Art Basel)

Insgesamt verdeutlichen die Statistiken, dass der Kunstmarkt trotz wirtschaftlicher Herausforderungen flexibel und diversifiziert bleibt – mit Potenzial für Wachstum in neuen Sammlerschichten, auch wenn traditionelle Top‑Preissegmente vorübergehend schwächer sind. (Art Basel)

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