Bekannte Maler aus Worpswede – Ein Blick auf das Künstlerdorf und seine Künstler

Worpswede, ein kleines Dorf im Teufelsmoor in Norddeutschland, ist weit mehr als nur ein idyllischer Ort: Es ist eine der bekanntesten Künstlerkolonien Deutschlands. Ende des 19. Jahrhunderts zog die besondere Landschaft Maler*innen an, die sich dort niederließen, um neue künstlerische Wege zu gehen. Ihre Werke und ihre Bedeutung für die deutsche Kunstgeschichte machen Worpswede bis heute zu einer wichtigen Inspirationsquelle.


Die wichtigsten Maler der Künstlerkolonie Worpswede

1. Paula Modersohn-Becker (1876–1907)
Paula Modersohn-Becker gilt als eine der bedeutendsten deutschen Malerinnen und eine zentrale Figur der Worpsweder Künstlerkolonie. Sie malte eindrucksvolle Porträts, Stillleben und Figurenbilder und zählt zu den frühen Wegbereiterinnen der modernen Malerei. Als eine der ersten Frauen malt sie auch Akte – ein mutiger Schritt ihrer Zeit.

2. Otto Modersohn (1865–1943)
Otto Modersohn, Mitbegründer der Künstlerkolonie, war ein herausragender Landschaftsmaler. Seine Werke zeigen die weite, oft melancholische Moorlandschaft um Worpswede. Als Ehemann von Paula Modersohn-Becker spielte er eine zentrale Rolle im künstlerischen Umfeld der Kolonie.

3. Hans am Ende (1864–1918)
Als einer der Gründerväter der Worpsweder Künstlerkolonie gilt Hans am Ende. Sein Stil verband naturalistische Landschaftsmalerei mit symbolistischen Elementen. Die Kolonie erlangte durch seine und seiner Kolleg*innen Arbeiten überregionale Bekanntheit.

4. Fritz Mackensen (1866–1953)
Fritz Mackensen entdeckte Worpswede als Inspirationsort und war maßgeblich am kulturellen Aufbau der Künstlergemeinschaft beteiligt. Seine Landschaftsbilder und Darstellungen bäuerlichen Lebens bestimmten in der Anfangszeit stark das künstlerische Profil der Kolonie.

5. Fritz Overbeck (1869–1909)
Fritz Overbeck zog die karge Moorlandschaft der Region in seinen Bann. Seine Werke zeigen oft die stille Schönheit des norddeutschen Moors und zählen zu den charakteristischen Landschaftsdarstellungen der Gruppe.

6. Heinrich Vogeler (1872–1942)
Vogeler war ein vielseitiger Künstler: Maler, Grafiker und Designer. Er gestaltete nicht nur Bilder, sondern auch das künstlerische Leben vor Ort und baute den sogenannten „Barkenhoff“ als kulturelles Zentrum aus.

7. Clara Rilke-Westhoff (1887–1954)
Obwohl sie vor allem als Bildhauerin bekannt wurde, ist Clara Rilke-Westhoff eng mit der Künstlerkolonie verbunden. Sie gehörte zum engen Kreis um Paula Modersohn-Becker und wurde später durch ihre eigene künstlerische Arbeit bekannt.

8. Lisel Oppel (1897–1960)
Lisel Oppel ist ein wichtiger Vertreter der späteren Generation von Worpsweder Künstler*innen. Ihre Malerei wird bis heute gewürdigt, und sie zählt zu den bekannten Persönlichkeiten, die das künstlerische Erbe der Kolonie weitertrugen.


Worpswede – mehr als nur eine Künstlerkolonie

Worpswede wurde ab etwa 1889 zum Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler, die neue Ausdrucksformen suchten und sich von traditionellen Akademien lösen wollten. Die weite, stimmungsvolle Moorlandschaft inspirierte vor allem Landschaftsmaler, doch auch Portraits, Symbolismus und frühe moderne Ansätze fanden hier Raum.

Heute erinnern zahlreiche Museen, Ateliers und kulturelle Einrichtungen an diese bedeutende Epoche der deutschen Kunstgeschichte – besonders das Museum am Modersohn-Haus, in dem Werke der Gründergeneration gezeigt werden.


Wenn du willst, kann ich dir auch einige Beispielwerke dieser Maler vorstellen oder Tipps geben, welche Museen und Ausstellungen in Worpswede besonders sehenswert sind!

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